Willkommen bei BIOTAN!
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Unsere Geschichte begann bei einem beruflichen Aufenthalt von Paul in Tansania. Cashews sind in Tansania allgegenwärtig. Schon bei der ersten Fahrt vom Flughafen zum Quartier wurden sie uns von den Straßenverkäufern auf den verstopften Kreuzungen in Dar es Salaam angeboten – und Paul war von Anfang an vom besonderen Geschmack begeistert. Damals wusste er aber noch nicht, dass ein Großteil der tansanischen Cashew-Kerne roh, also unverarbeitet nach Indien exportiert werden. Obwohl Tansania der achtgrößte Produzent von Cashew-Kernen weltweit ist, entgeht dem Land dadurch ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung und das Geschäft machen andere.

Gemeinsam mit tansanischen Freunden begannen wir zu recherchieren. Wir besuchten Farmer-Kooperativen, um uns über den Anbau der Cashews zu informieren und besichtigten einige der wenigen, meist etwas veralteten Verarbeitungs-Betriebe im Land. Zwei Jahre später sind wir nun so weit, dass wir BIOTAN in Tansania gegründet haben und das Ziel der Firma steckt schon im Namen drinnen:

BIO – Bio im Sinne von organisch-biologischer Produktion

TAN – natürlich in Tansania

Unsere Philosophie

Uns liegt nicht nur Nachhaltigkeit am Herzen, sondern auch, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fair entlohnt werden, damit sie sich und ihren Familien eine zukunftssicher Alternative sichern können.

BIO-Zertifizierung – unser Ziel

Cashew-Kerne werden in Tansania fast ausschließlich von kleinen Bauern mit wenigen Hektar Grund erzeugt. Die Cashew-Bäume werden meist in Mischkultur mit Cassava, Ananas, Bohnen, Erdnüssen oder anderen Gemüsepflanzen angepflanzt. Obwohl die Anbaumethoden sehr naturnah sind und kaum chemische Spritzmittel oder gar Kunstdünger zum Einsatz kommen, gibt es derzeit keine bio-zertifizierte Cashew-Kerne in Tansania. Das wollen wir ändern.

Bio oder nicht bio? Das ist hier die Frage.

Auch wir sind der Frage nachgegangen, ob die Bauern in Tansania z.B. chemische Spritzmittel oder Düngemittel zur Schädlingsbekämpfung einsetzen. Die Situation stellt sich in den einzelnen Regionen des Landes recht unterschiedlich dar. In manchen Gebieten scheitert der Einsatz schon an der mangelnden Verfügbarkeit von ausreichendem Wasser zur Verdünnung der Spritzmittel. Fast flächendeckend wird Schwefel zur Bekämpfung von Mehltau eingesetzt. Dies ist jedoch auch im biologischen Landbau erlaubt (in Europa z.B. auch für Bio-Wein). Aus mehreren Gesprächen mit Bauern wissen wir, dass die Spritzmittel leider oft völlig falsch und unnötig eingesetzt werden. Die Bauern spritzen normalerweise dann, wenn Sie die Mittel von den Kooperativen erhalten. Dies macht jedoch meist gar keinen Sinn, da die Chemikalien sehr spezifisch beim Auftreten eines Schädlings angewendet werden müssen. Somit wird oft völlig planlos und ohne jeden Nutzen Gift in der Landschaft verteilt.
Wir haben uns auf die Suche nach Bauern gemacht, die keine Spritzmittel einsetzen und somit für eine Bio-Zertifizierung in Frage kommen. In der Region um Mkuranga, südlich von Dar es Salaam, verwendet ein Großteil der Bauern keine chemischen Spritzmittel und sie setzen lediglich Schwefel ein. Aus Sicht der Bio-Zertifizierung sind also jetzt schon die Voraussetzungen für ein organisch-biologisches Produkt gegeben. Innerhalb der nächsten zwei Jahre möchten wir gemeinsam mit den Bauern die Zertifizierung nach EU-Norm erreichen. In einem Projekt möchten wir das Bewusstsein für organisch-biologischen Landbau heben und Schulungen für die Bauern durchführen.

Wie gelangt die Cashew eigentlich zu uns?

Bis die Cashew in deine Hand gelangt, nimmt sie einen langen Weg auf sich. Ihre Reise von Tansania bis ins Regal eines Geschäftes dauert lange.

Die Ernte und Verarbeitung der Cashew-Kerne ist ganz schön aufwändig! Wir zeigen euch hier die wichtigsten Schritte.

Wir schätzen Anregungen und Fragen.